Digitale Services für Bestandsanlagen

Wer Anlagen nachrüstet, steht schnell vor einem Parallelprojekt. Coldwave liefert die Betriebsbasis dafür – als Plug&Play-Edge und Plattform, die Sie als Service beim Betreiber ausrollen können.

Datenpunkte konfigurieren statt Firmware entwickeln

Geräte- und Prozessdaten werden per Mapping angebunden statt per individueller Firmware-Entwicklung. So entstehen Remote-Monitoring und Services deutlich schneller – auch ohne eigenes Embedded-Team.

Rolloutfähig ab dem ersten Pilot

Pilotprojekte werden mit derselben Architektur aufgebaut, die später auch im Rollout trägt. Das reduziert Rework und schafft eine saubere Basis für standardisierte Services über viele Standorte hinweg.

OTA & Flottenbetrieb integriert

Gerätemanagement, Updates und Rollback sind von Anfang an in der Plattform vorgesehen. So lassen sich installierte Geräte zentral betreiben und Änderungen kontrolliert ausrollen.

Offene API statt Insellösung

Daten und Zustände lassen sich über offene Schnittstellen in bestehende Systeme übernehmen. Coldwave bleibt damit integrierbar in Ihre Prozesse – statt ein separates Tool nebenher zu werden.

Ihr Geschäft sind Daten und Services – nicht der Weg dorthin

Konfiguration statt Firmware, Flottenmanagement statt Einzelbetreuung — der Weg von der Klemme in Ihre Systeme ist abgedeckt.

Damit entfällt, was Retrofit-Projekte normalerweise ausbremst: das Zusammenstückeln von Gateways, Mobilfunk-Konfigurationen und Datenbrücken zwischen Anlage und API. Ihr Team kann sich auf das konzentrieren, was beim Betreiber zählt — Monitoring, Auswertung und die Services, die darauf aufbauen.

Von der Klemme zur API — ohne Zwischenschritte

Ein typisches Retrofit-Projekt beginnt an der Anlage: Welche Register liefern die relevanten Betriebsdaten?

Bei Coldwave wird genau das in einer Mapping-Tabelle konfiguriert — Bus-Adressen, Signaltypen, Skalierung und Bezeichnung. Was an der Klemme anliegt, erscheint als strukturierter Datenpunkt in der API. Ändert sich der Scope — etwa weil ein zusätzlicher Zähler angebunden werden soll — wird die Konfiguration live auf dem Gerät angepasst. Der gesamte Prozess bleibt im selben Werkzeug, vom ersten Datenpunkt bis zur laufenden Erweiterung. Passende YUKI Blocks und Schnittstellen lassen sich je Anwendungsfall kombinieren.

Fünf Standorte sind ein Projekt. Fünfzig sind ein Betrieb.

Solange eine Handvoll Geräte im Feld steht, lässt sich der Überblick manuell halten. Ab einem gewissen Punkt kippt das:

Welches Gerät läuft auf welchem Firmwarestand? Wo wurde das letzte Update erfolgreich ausgerollt, wo nicht? Coldwave bringt dafür eine zentrale Flottenübersicht mit, in der jedes Gerät mit Status und Konfiguration sichtbar ist. Neue Firmware wird kontrolliert ausgerollt — gestaffelt nach Gerätegruppen, mit automatischem Rollback, wenn ein Update fehlschlägt. So wächst der Betrieb mit dem Geschäft, ohne dass jeder neue Standort zusätzlichen Overhead erzeugt.

Anwendungen für Retrofit-Services

Überall stehen Anlagen, die Daten liefern könnten, es aber nicht tun. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Service-Anbieter mit Coldwave bestehende Technik nachrüsten und daraus wiederkehrende, datenbasierte Services aufbauen.

Verteilte Batteriespeicher

Fernüberwachung von Batteriespeichern in Kellern, Technikräumen oder Tiefgaragen – Standorte, an denen WLAN oder klassisches Mobilfunknetz oft nicht verfügbar sind. Coldwave liefert Ladezustand, Temperatur und Betriebsdaten zuverlässig über LTE-M, auch bei schwieriger Funkabdeckung. Die Grundlage für Betriebsführung über ein ganzes Speicher-Portfolio hinweg.

Weniger ungeplante Einsätze, planbare Erlöse: Betriebsführung als wiederkehrendes Service-Angebot über das gesamte Speicher-Portfolio.

Solar-Portfolios – Betriebsführung als Service

Anbindung bestehender Wechselrichter und Zähler über Coldwave. Ertragsdaten, Fehlercodes und Netzeinspeisewerte stehen über eine einheitliche API bereit – unabhängig von Hersteller und Anlagengeneration. Die Grundlage für skalierbares Monitoring über das gesamte Portfolio.

Aufzugsanlagen – Monitoring und Fernwartung

Nachrüstung bestehender Aufzugssteuerungen mit Coldwave-Modulen. Türzyklen, Fahrtenprofile und Betriebszustände werden zentral erfasst und ermöglichen Ferndiagnose und gezielte Wartungsdisposition – ohne vor Ort sein zu müssen.

Weniger Leerfahrten, kürzere Ausfallzeiten — und die Grundlage, Wartungsverträge mit datenbasiertem Mehrwert statt nur Reaktionszeiten anzubieten.

Die technische Basis

Die YUKI Blocks sind kompakte Gateways für die Hutschiene – je nach Schnittstelle als DIO42 (digitale Ein-/Ausgänge), CAN2 (CANopen-Bus) oder RSX1 (Modbus / RS232 / RS485). Jeder Block enthält bereits Connectivity per LTE-M oder WLAN, Secure Boot und OTA-Update-Fähigkeit. Anschließen, Datenpunkte konfigurieren, fertig. Keine Zwischenkomponenten, kein Gateway-Stack, keine separate SIM-Verwaltung.

Typische Leistungswerte (projektspezifisch)

Datenpunkt-Durchsatz (Mobilfunk) bis zu 200 DP/min (Typischer Richtwert für LTE-M-basierte Anbindungen)
Datenpunkt-Durchsatz (WLAN/Ethernet) über 10.000 DP/min (Für lokale/netznahe Anbindungen mit höherem Datendurchsatz)
Gerät-zu-API-Latenz Typischer p95-Richtwert unter 2 Sekunden. Die tatsächliche Latenz hängt von Netzsituation, Übertragungsweg, Datenprofil und Projektkonfiguration ab.
Offline-Puffer bis zu 10 Events / 2.000 Datenpunkte, Lokale Zwischenspeicherung bei Verbindungsabbruch
REST-API Rate Limit 1.000 Requests/min als Standard-Rate-Limit pro Account. Höhere Limits sind je nach Integrationsprofil und Projektumfang möglich.
Datenpunkt-Größe max. 450 Byte, Schlankes Datenmodell für einfache Integration
WebSocket-Echtzeit Bis zu 100 gleichzeitige WebSocket-Verbindungen pro Account als Standardwert. Geeignet für Live-Dashboards, Alerting und Betriebsansichten; höhere Auslegungen sind projektspezifisch möglich.
Datenhaltung 12 Monate Standard, Verlängerung auf Wunsch möglich, Hosting in der EU
Skalierung über 1 Mio. Geräte/Account, für Multi-Standort-Rollouts und größere Portfolios

Häufige Fragen

200 Datenpunkte/min

Typischer Richtwert für LTE-M-basierte Anbindungen. In lokalen oder netznahen Setups sind deutlich höhere Durchsätze möglich.

2.000 Datenpunkte

Typischer lokaler Offline-Puffer je Gerät. Die nutzbare Pufferung hängt von Datenmodell, Ereignisprofil und Projektkonfiguration ab.

12 Monate

Standardmäßige Datenhaltung im Basispaket. Längere Aufbewahrung kann projektspezifisch erweitert werden.

Über 1 Mio. Geräte

Skalierbare Plattformarchitektur für große Portfolios und Multi-Standort-Betrieb. Konkrete Ausprägung und Limits richten sich nach Setup und Betriebsmodell.

1.000 req/min

Standard-Rate-Limit pro Account, inklusive REST-API

< 2 s (p95)

Typischer Richtwert für Gerät-zu-API-Latenz

100 WebSockets

Standardmäßig gleichzeitige Echtzeitverbindungen pro Account

Vom ersten Standort zum skalierbaren Service

In drei Schritten vom Pilot zum Rollout

  1. 1

    Service-Paket definieren

    Datenpunkte, Alarme, Parameter und Übergabe festlegen – als Vorlage für weitere Projekte.

  2. 2

    Pilot nachrüsten

    Anbindung, Inbetriebnahme, Monitoring und erste Service-Prozesse live schalten.

  3. 3

    Rollout skalieren

    Vorlagen wiederverwenden, Betrieb standardisieren, Verbesserungen kontrolliert ausrollen.

Retrofit-Integration und Rollout planen

Besprechen Sie mit uns Anbindung, Datenmodell und Flottenbetrieb für Ihre Bestandsanlagen. Das Preismodell ist transparent pro Gerät und Monat aufgebaut und skaliert mit Volumenkonditionen für größere Stückzahlen.

Individuelle Lösung

Wir analysieren Ihren Use Case und empfehlen die passende Hardware- und Plattformkonfiguration.

Zielgerichtete Planung

Gemeinsam definieren wir Datenpunkte, Schnittstellen und Rollout-Schritte für Ihren Piloten.

Sicherer Einstieg

Starten Sie mit einem überschaubaren Projekt — auf einer Architektur, die später skaliert.